Herzinfarkt durch snooze

Die snooze Taste am Wecker steht für nochmal-kurz-pennen. Und für einen spannenden Gedanken fernab vom Bett.

Und schon wieder komme ich zu spät los. Das bedeutet: Fast im Laufschritt zu S-Bahn steppen. Stress gleich am Morgen. Hinrasen, hoffen, dass ich Rückenwind habe. Außer Atem in der Bahn.

Klingt das gesund?

Der Plan klang gesund: Stelle den Wecker rechtzeitig, stehe auf, genieße ein Honigbrot und einen Kaffee und gehe gemütlich zur S-Bahn. Um, ach ja, entspannt zur S-Bahn schlurfen zu können. Weder gehetzt, noch ohne Frühstück, den Tag beginnen.

Und dann war da noch die snooze Taste

Nur noch ein bisserl schlafen. Einige wenige Minuten. Klack, Taste gedrückt und weiter schnorcheln in den ab jetzt besonders weichen Federn. Komischerweise schlafe ich immer dann am Besten, wenn ich nicht mehr schlafen sollte: In der gesnoosten Zeit. Genauer: In der gestohlenen Zeit. Also wird diese Taste noch zwei- bis dreimal bemüht. Nur um dann in Hektik aus dem Bett zu springen.

Wehe, ich drücke mal nicht die snooze Taste

Die seltenen Tage, an denen ich die snooze Taste nicht drücke, sind glückliche Tage: Sie beginnen entspannt und sie verlaufen entspannt. Der Start beeinflusst tatsächlich den Verlauf. Ich sollte also meine snooze Taste verkaufen!

Heute hatte ich wohl zu viel Ruhe

Heute ist so ein Tag ohne die Taste. Vollkommen entspannt hocke ich in der S-Bahn. Plötzlich taucht ein schräger Gedanke auf:

“Was, wenn ich auch im Business zu oft auf die snooze Taste drücke? Wie sich das wohl auswirkt?"